Coral Wissen – Warum wir Meer wollen

Farbwunder Korallen
Der Klimawandel und das Meer
Korallenbleiche und Riffsterben
Der aktuelle Stand der Dinge
Die Auswirkungen auf die Erde und den Klimawandel
Was können wir tun?

Coral Week & Coral Month
Infos über Coral Vita

Mein Traum war es schon immer, ein eigenes Meerwasseraquarium zu haben. Riffe haben mich schon immer fasziniert und irgendwann mal an einem Riff zu tauchen ist immer noch ein Traum von mir. Den ersten, das Aquarium, habe ich mir aber vor 5 Jahren endlich erfüllt, erst in klein und seit diesem Frühjahr etwas größer. Denn ein Meerwasseraquarium ist ein sehr sensibles Ökosystem und je mehr Volumen es hat, um so leichter sind die Wasserwerte stabil und die Korallen gesund zu halten.

Der Salzgehalt, das Licht, die Strömung und die Temperatur müssen stimmen, außerdem ist es wichtig bestimmte Mineralien und Spurenelemente im Wasser im optimalen Bereich zu halten, damit die Korallen gesund bleiben und wachsen können. Stimmt etwas nicht, wachsen die Korallen nicht oder sie sterben sogar ab, Algen können zum Problem werden oder Cyanobakterien Beläge bilden.

Ein Korallenriff ist ein sehr sensibles Ökosystem

So ist z.B. meine Lampe mal unbemerkt kaputt gegangen und hat nicht mehr die gleiche Leistung gebracht wie sie sollte, gleichzeitig hatte ich durch nicht genügend aufbereitetes Ausgangswasser Kupfer (im alten Haus gibt’s Kupferleitungen) im Wasser – mein Riff war komplett mit Algen überwuchert und ich habe es mit 2 Jahren Geduld langsam wieder in den Griff gekriegt – leider haben das nicht alle Korallen überlebt. Erst muss man herausfinden was falsch läuft, das dann korrigieren und hoffen, dass sich das Ökosystem mit der Zeit erholt und neu ausbalanciert.

Der größte Horror für Meerwasseraquarianer sind z.B. unsere heißen Sommer. Ich wohne in einem Altbau, der durch seine dicken Mauern und genügend Verdunkelung zum Glück nie sehr warm wird. 26 Grad Zimmertemperatur waren im Sommer mein Rekord. Das Wasser im Becken heizt sich mit der Zeit auf die Umgebungstemperatur auf, man kann mit Verdunstung durch Ventilatoren und Strömung etwas entgegenwirken. Bei Aquarien, die jedoch in Räumen stehen, die im Sommer deutlich wärmer werden, reicht das nicht mehr, hier werden extra Wasserkühler eingesetzt. Ab 29°C Wassertemperatur beginnen die ersten Korallen abzusterben.

Optimal scheinen Temperaturen um 24°C zu sein, schon ab 26°C beginnen einige Korallen langsamer zu wachsen.

Der Klimawandel und das Meer

Der Klimawandel und das Erwärmen der Meere tötet unsere Korallen

Und genau dieses Problem haben wir in unseren Meeren! Steigt die Umgebungstemperatur, steigt auch die Wassertemperatur. Das ist auf Mutter Erde nicht anders. Allerdings kann die Umgebungstemperatur relativ schnell wieder abkühlen, das Wasser hingegen wirkt als Wärmespeicher. Nur bemerkt man das nicht direkt. Dass es im Sommer heiß und im Winter nicht kalt wird, merken wir. Dass das Meer um ein paar Grad wärmer wird merken wir nicht, wenn wir den Zeh reinhalten. Die Korallen aber schon! Allein in den letzten 4 Jahren gab es 3 Massenbleichen. Davor kam es 1998 und 2002 zu Massenbleichen, das bedeutet, dass es sich um ein weltweites Auftreten handelt und nicht mehr nur örtlich begrenzt auftritt. Der Takt erhöht sich.

Das warme Meer zeigt: Unsere Mutter Erde hat Fieber – es ist höchste Zeit für Wadenwickel!

Korallenbleiche & Riffsterben

Eine Korallenbleiche entsteht bei zu hohen Temperaturen. Im Aquarium im Sommer oder wenn die Koralle zu dicht unter der starken Lampe steht. Im Meer wenn die Wassertemperatur im Schnitt zu stark steigt oder sehr warme Strömungen an die Riffe gespült werden.

Korallenbleiche und Tod

Bei hohen Temperaturen laufen die Stoffwechselprozesse in den Korallen schneller ab. Eine Koralle besteht aus Polypen und lebt in Symbiose mit Algen. Nachts fangen die Polypen Plankton um sich zu ernähren, tagsüber wandeln die Algen das Licht durch Photosynthese in Energie und Sauerstoff um. Findet das bei hohen Temperaturen zu schnell statt, kann der entstehende Sauerstoff nicht schnell genug an die Umgebung abgegeben werden und vergiftet die Zellen. Zum Schutz stößt die Koralle daraufhin alle sauerstoffproduzierenden Algen ab und wird so weiß, denn die Algen sorgen für die bunten Farben. Sie ist dann noch nicht tot und kann sich theoretisch erholen. Praktisch fehlt ihr aber eine wichtige Nahrungsgrundlage und vor allem große Stöcke können ihren Energiebedarf nur durch nachts gefangenes Plankton nicht langfristig decken. Sie verhungern und verrotten am Stock. Übrig bleibt ein totes Kalkskelett was dann zunehmend von Algen überwuchert wird. Bei warmen Strömungen, wie z.B. bei El Niño, geschieht dies innerhalb weniger Tage.

Das Bild zeigt die geblichene, aber noch lebende Koralle und den dann abgestorbenen Korallenstock (© The ocean Agency).

Aktueller Stand

Im Februar 2020 wurde am Great Barrier Reef in Australien die größte Bleiche der letzten 5 Jahre beobachtet. Zum ersten Mal waren hier dieses Jahr auch Teile des Riffs betroffen, die bisher kühl genug geblieben waren. Bereits 2014 und 2017 blichen am Great Barrier Reef 93% der Riffe aus, 55% behielten schwere Schäden zurück. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie es den Riffen weltweit geht.

Gerade erst ging eine Meldung durch die Medien, dass das Great Barrier Reef in den letzten 20 Jahren die Hälfte seiner Korallen verloren hat - zum Vergleich: an Landmasse wäre das halb Italien.

Weltweit sind allein in den letzten 30 Jahren bereits 50% der Riffe abgestorben, Schätzungen zufolge werden es bis 2050 (oder schneller) mehr als 90% sein. Diese Ökosysteme sind bis zu 500 Millionen Jahre alt…

Die Riffe verschwinden doppelt so schnell wie der Regenwald – nur keiner siehts.

Die Auswirkungen auf die Erde und den Klimawandel

Korallenriffe - Die Kinderstube des Meeres

Die Riffe sind die Kinderstube des Meeres. 25% des Lebens im Meer nimmt hier seinen Ursprung. Sterben Sie ab, werden neben den Korallen auch viele Fischarten aussterben und Nahrungsketten zusammenbrechen. Das Meer wird leer, selbst große Raubfische und Landräuber werden mit der Zeit verschwinden. Wale werden kein Plankton mehr finden und verhungern, denn auch dieses entsteht in den Riffen.

Korallen sind für das Weltklima mindestens genauso wichtig wie der Regenwald. Die Meere produzieren weltweit 70% des Sauerstoffs, indem Korallen und Algen Photosynthese betreiben. Außerdem lagern Korallen durch ihre Kalkbildung Co2 ein und speichern es. Es ist noch unklar, wie stark gesunde Riffe den Treibhauseffekt abpuffern könnten.

Die großen Riffe schützen unsere Küsten. Das tun sie aber nur, solange sie sich nach Stürmen regenerieren und neu aufbauen können. Fällt das weg treffen viele Stürme und Wellen ungebremst auf Land und werden dort viel Schaden anrichten und im Endeffekt auch ganz direkt Menschenleben kosten.

Fische als Nahrungsquelle fallen weg, sofern die Riffe keine neuen „nachproduzieren“ können. Viele Fischsorten werden von unserem Speiseplan verschwinden, z.B. der Kabeljau, Rotbarsch und der Seelachs.

Viele Grundstoffe für Medikamente, z.B. neue Antibiotika, fallen weg.

Und zuletzt sind lebendige Riffe ein wichtiger Tourismusfaktor, der wegfallen würde. Das entspricht einem Jahresumsatz von rund 30 Mrd. Dollar.

Was können wir tun?

Es ist höchste Zeit – aber die wenigsten Wissen es, denn wie oft geht jeder von uns an Riffen tauchen und sieht die Misere direkt? In unserem Alltag ist der Klimawandel immer ein sehr entferntes Thema, aber wenn man sich einmal direkt damit beschäftigt geht es einem plötzlich unter die Haut.

Jeder Einzelne

Sich informieren! Speziell für das Thema Korallenbleiche gibt es eine beeindruckende Doku namens Chasing Coral. Auf Youtube auf Englisch kostenlos zu sehen, Netflix zeigt sie auch auf Deutsch.

ökologischen Fußabdruck verkleinern

Den eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern:

-        Energie sparen

o   Glühbirnen durch LEDs austauschen

o   Haus wärmeisolieren

o   Geräte ganz ausschalten, nicht nur Standby

o   Heizung runterdrehen

o   Kein unnötiges Licht brennen lassen

o   Warmwasser nicht über Strom erzeugen

-        Ernährung überdenken

o   Gezielten Fleischkonsum

o   Regional kaufen

o   Verpackungsmüll einsparen

-        Fortbewegung aktualisieren

o   Wo möglich auf nachhaltige Transportmittel zurückgreifen

o   Öffentlichen Nahverkehr nutzen

o   Wenig fliegen

-        Konsum hinterfragen

o   Recyclen

o   Nur kaufen was wirklich benötigt wird

Mit all diesen und noch mehr Maßnahmen kann jeder im Alltag dafür sorgen, dass er weniger Co2 produziert. Der steigende Co2 Gehalt ist maßgeblich für die Erhöhung der allgemeinen Körpertemperatur von Mutter Erde verantwortlich.

Wir als Unternehmen

-        Wir verzichten wo es möglich ist auf Plastik und suchen laufend bessere Alternativen.

-        Wir digitalisieren unsere Arbeitsabläufe und sparen so Papier.

-        Wir investieren in Materialen, die wir lange nutzen und im Notfall reparieren können.

-        Wir bilden Fahrgemeinschaften.

-        Wir vermeiden Überproduktion und produzieren lieber bei größerem Bedarf frisch, auch wenn du dann vllt. einen Tag länger warten musst.

-        Wir versenden mit Go Green.

-        Wir versuchen die Versandverpackungen möglichst effizient an die Produktgröße anzupassen, sodass mehr Sendungen ins Postauto passen.

-        Wir investieren einen Teil unseres Gewinns in den Umweltschutz.

Wir alle zusammen

In der Black Week, am Black Friday und zum Black Monday wird überall mit Rabatten um sich geworfen. Das Belohnungszentrum in unserem Gehirn springt voll an und es wird vielleicht auch das ein oder andere gekauft, was man eigentlich nicht braucht. Wir haben entschieden, dass diese Art der Werbung und Umsatzsteigerung nicht zu uns passt.

Deshalb haben wir unsere eigene Kampagne gestartet! Die Black Week wird bei uns zur:

Yuki cares CORAL WEEK

In unserer Coral Week vom 23.11.2020 bis zum 30.11.2020 spenden wir 25% von unserem Gewinn und 100% der Trinkgelder, die ihr nach Abschluss eurer Bestellung angeben könnt, an Coral Vita. Damit forsten wir die zerstörten Riffe wieder auf!

Und damit nicht genug. Die Weihnachtszeit ist ebenfalls eine umsatzstarke Zeit. Natürlich wollen auch wir verkaufen und Geld verdienen – aber die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Liebe. Liebe zu unseren Nächsten, unserem Planeten und allen hilflosen Geschöpfen, wie den Korallen. Deshalb machen wir den Dezember zum:

Yuki cares Coral Month

10% aller Dezembergewinne und 50% aller Trinkgelder gehen während unseres Coral Month an Coral Vita!

Was macht Coral Vita?

Coral Vita ist ein Startup, welches 2015 gegründet wurde und Riffe restauriert. Bisher fand dies im Rahmen von gemeinnützigen Organisationen ohne Gewinnabsicht statt. Um aus dem Prozess ein lukratives Geschäft machen zu können, war es nötig alles zu beschleunigen. Außerdem ist das gewinnorientierte Unternehmen darauf angewiesen, dass ihre restaurierten Riffe auch nachhaltig am Leben bleiben, die Korallen müssen also widerstandsfähiger werden.

Um den rasanten Verlust der Riffe aufzuhalten und entgegenzuwirken, muss die Restauration ein eigener Wirtschaftszweig werden, der von allen, die von gesunden Riffen profitieren, finanziert wird.

Coral Vita hat hierzu das Verfahren „assistierte Evolution“ entwickelt, dabei züchten sie Korallen an Land in speziellen Becken, in denen sie die Bedingungen kontrollieren können. So können sie schneller Korallen züchten, die widerstandsfähiger gegen die aktuelle Klimaentwicklung sind und die Riffe damit wieder aufforsten. Durch Mikrofragmentierung kann das Korallenwachstum zusätzlich stark beschleunigt werden. Ein großer Steinkorallenstock, welcher die Basis für ein Riff bildet, braucht in der Natur 30-50 Jahre, ehe er seine benötigte Größe erreicht. Bei der Mikrofragmentierung wird die Koralle in ganz kleine Teile zerteilt, diese beginnen unter optimalen Bedingungen und mit optimaler Versorgung mit einem beschleunigten Wachstum und die Teile werden später wieder fusioniert und wachsen wieder zusammen. So benötigt der Stock noch 12 Monate für die benötigte Größe. So wie wir es aus unseren Aquarien kennen. Coral Vita züchtet so Zehntausende Korallen pro Jahr und baut damit die Riffe wieder auf.

Wir werden mit unseren Einnahmen Coral Vita beim Sammeln, Züchten und Platzieren der Korallen finanziell unterstützen und Patenschaften übernehmen.

 Mit jedem Einkauf bei uns in der Coral Week und dem Coral Month vom 23.11.2020 bis zum 31.12.2020 hilfst du das Leben im Meer zu retten!

 Im Anschluss kannst du mit einer Bewertung für uns gleich noch einen Baum pflanzen.

Bewerte uns und pflanze einen Baum!

Text by Balance Cure Tierheilpraxis
Fotos by Balance Cure Tierheilpraxis & Pixabay

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1 Kommentar

  • Sehr wichtiges Thema! Dieses Artikel hat es super erklärt und ich bin sehr beeindruckt von eure umweltsfreundliche Produkten so wie Verpackung.

    Christine

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