Deklarations-Lexikon

Durchblick im Deklarations-Dschungel

Auf diesen Seiten will ich Dir zum einen einen Überblick darüber geben, was die Begriffe bedeuten, die auf deinem Hunde- oder Katzenfutter stehen. Und dann werde ich dir erklären, was sich dahinter verbirgt, bzw. wofür man diese Rohstoffe im Futter einsetzt.

Dieser Artikel lebt von dir! Wenn dir etwas fehlt, kommentiere und ich erkläre!

Grundsätzlich erstmal Beispiele zu den möglichen Arten der Deklaration anhand unserer eigenen Sorte: natürlich schonen Geflügel-Reis:

geschlossene Deklaration

Fleisch- & tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, Mineralstoffe

halb offene Deklaration

Fleisch- & tierische Nebenerzeugnisse (davon 43,5% Hühnermuskelfleisch), Reis, Bierhefe, Mineralstoffe

offene Deklaration

Hähnchenmuskelfleisch (43,50%), Hühner- und Putenleber (14,5%), Naturreis, in Kamillentee vorgekocht (38,65%), Calciumcarbonat, Spirulina, Bierhefe, Casewkerne, Sesam, Lebertran, Bierhefe

Eine geschlossene Deklaration spart Platz auf dem Etikett und lässt Spielraum in der Rezeptur, eine offene Deklaration liest sich wie ein Rezept. In einer ganz offenen Deklaration werden alle Zutaten mit Mengenangaben versehen, das machen jedoch kaum Produzenten um ihr Rezept etwas zu schützen, so wie wir auch. Um zu Wissen was man füttert, sollte man immer zu einem offen deklarierten Futter eines vertrauenswürdigen Herstellers greifen.

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A

analytische Bestandteile

s. Weender-Analyse

Apfeltrester

Sind Pressrückstände aus der Herstellung von Apfelsaft. Sie haben einen hohen Rohfaser- und Zuckergehalt. Im Futter wird Apfeltrester gerne als Geschmacksgeber und Füllstoff eingesetzt. Außerdem wird er durch den hohen Pektin- und Rohfasergehalt auch gerne als Präbiotikum eingesetzt. Es gibt aber schönere Alternativen ohne den hohen Zuckergehalt.

B

Barfaufteilung

BARF - biologisch, artgerechtes, rohes Futter orientiert sich an der prozentualen Aufteilung von Fleischarten im typischen Beutetier eines Wildhundes oder Wolfes. So wird für Hunde und auch Katzen das passende Beutetier nachgebaut.

gesunder, ausgewachsener Hund: 80% Fleisch mit 15-20% Fettgehalt, davon 15% Innereien und 15-20% Knochen (je nach Art) und 20% Gemüse & ggf. Getreide, aufgeteilt in 70% Gemüse und 30% Obst oder 40% Gemüse, 40% Getreide und 20% Obst.

gesunde, ausgewachsene Katze: 95% Fleisch, davon 20% Innereien und 20% Knochen und 5% Gemüse

Bioverfügbarkeit

Ein Apfel ist gesünder als reine Ascorbinsäure, also pures, chemisch synthetisiertes Vitamin C. Das liegt daran, dass in dem Apfel noch viel mehr Dinge wie Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe stecken, die es braucht, damit die Stoffwechselprozesse im Körper geregelt ablaufen. Einige Stoffe wirken dabei wechselseitig als Kathalysatoren, sodass insgesamt weniger der Einzelstoff gebraucht wird.

Erkennbar ist die Bioverfügbarkeit eines Futters unter anderem am Kotabsatz. Kommt hinten in etwa gleich viel raus wie vorne gefüttert wurde, ist die Bioverfügbarkeit schlecht. Das ist meist bei hochverarbeiteten Futtermitteln der Fall. Kommt hinten weniger raus als vorne gefüttert wurde, wurde viel verwertet und die Bioverfügbarkeit war gut. Das ist meist bei möglichst unverarbeiteten Futtermitteln der Fall. Sollte das nicht so sein, liegt meist eine Funktionsstörung des Darms vor, aufgrund dessen die Bioverfügbarkeit des Futters sinkt, denn der Körper kann dann die Stoffe nicht aufschlüsseln, weil bestimmte Prozesse nicht wie geplant ablaufen.

 

C

 

D

Darmflora

Siehe Mikrobiom.

E

Erbsenprotein

Wird produktionstechnisch eingesetzt um den Proteingehalt des Futters zu erhöhen. Es ist im Trockenfutter einfacher zu verarbeiten als Fleischmehle, weil es anders reagiert. Die Bioverfügbarkeit ist für einen Fleischfresser aber nicht so gut wie bei einer Fleischquelle.

extrudiertes Futter

Dazu werden trockene, pulvrige Zutaten mit hohem Stärkegehalt mitieinander vermengt und unter Druck durch eine mit Wasserdampf erhitze Schnecke mit Form am Ende gepresst, ähnlich wie bei Spritzgebäck nur in heiß und mit hohem Druck. Wenn die Masse die Form verlässt extrudiert sie, das bedeutet die Stärke ploppt auf, die gleiche Reaktion wie bei Popcorn. Im Anschluss werden die so entstandenen Brocken mit einer geschmackvollen Fett- und Vitaminmischung eingesprüht, die manchmal auch eingefärbt ist. Ein extrudiertes Futter quillt unter Zugabe von Flüssigkeit um das ewa vierfache auf, während ein gepresstes Futter zu Brei zerfällt. Die Verdauung von extrudiertem Futter benötigt nicht viel Magensäure, da es nicht zersetzt werden muss.

F

Fett

Braucht jedes Tier für seinen Fettstoffwechsel. Ist das Futter (egal ob Barf, Trocken- oder Nassfutter) zu fettarm, enthält es im Vergleich einen hohen Protein- oder Kohlehydratgehalt, welches die Nieren- und die Bauchspeicheldrüse überlasten kann. Ein zu hoher Fettgehalt kann Bauchspeicheldrüse und Leber überlasten.
Man rechnet als grobe Richtung für einen gesunden Hund mit 15% Fett im Fleischanteil, das entspricht bei einem Futter mit Barfaufteilung etwa 12% Fettgehalt in der Tagesration.

Fisch- & Fischnebenerzeugnisse

Quasi alles vom Fisch. Unter die Nebenerzeugnisse fällt z.B. Fischmehl oder Organe, die nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Auch hier gilt, dass nur zur Kategorie 3 (K3) zählendes Material für die Tierfutterproduktion verwendet werden darf.

Fleischerzeugnis

Alles was ausschließlich oder überwiegend aus Fleisch ist. Dazu zählen sowohl Wurstwaren und Tiermehle, als auch gewolftes oder stückiges Fleisch.

Fleisch- & Tierische Nebenerzeugnisse

Quasi alles vom Tier. Unter die Nebenprodukte fallen sowohl hochwertige Rohstoffe wie Innereien und Fett, als auch Hörner, Hufe, Federn, Wolle, Hoden, Hühnerköpfe und Co. Grundsätzlich verlässt alles, was bei einem Futterproduzenten angeliefert wird, die Lebensmittelkette, sobald es die Schwelle übertritt und wird damit rein rechtlich zu K3 Material, bzw. Fleisch und tierischen Nebenerzegunissen.

frisches Fleisch

Wirklich frisches Fleisch wird nur in kleinen Manufakturen, die Nassfutter herstellen eingesetzt. Bei den größeren Betrieben (und auch teilweise, je nach Liefer- und Produktionszeitpunkt, bei uns) wird gefrorenes Fleisch genutzt um Nassfutter herzustellen. Das hat einfach logistische und hygienische Gründe.
In Trockenfutter wird kein frisches Fleisch eingesetzt, hier verwendet man aus produktionstechnischen Gründen getrocknetes Fleischmehl (s. getrocknetes Fleisch). Ist "frisches Fleisch" (z.B. als "frisches Rindfleisch 52%) deklariert, ist das ein Rechenspiel. Gemeint sind dann max 28-30% Fleischmehl (ein höherer Anteil ist technisch nicht möglich, sonst ließe sich das Futter nicht mehr pressen oder extrudieren). Diesen fügt man rein rechnerisch die durch das Trocknen entzogene Menge Wasser wieder hinzu und berechnet dann, wie hoch der "Frischfleischanteil" gewesen wäre. Frischfleisch hat einen Wassergehalt von 70-80%, Fleischmehl von 6-8%.
Das bedeutet für unser Beispiel, wären laut Deklaration 52g frisches Fleisch in 100g Futter, sind es in Wirklichkeit 20g Fleischmehl, also 20% Fleischmehl. Das müsste in der Deklaration dann hinter der Kohlehydratquelle stehen, da man produktionstechnisch min 1/4 Kohlehydrate in einem Trockenfutter braucht, als Kleber beim Pressen oder damit das Futter extrudieren kann. Damit entstünde beim Kunden der Eindruck, es wären mehr Pflanzenprodukte als Fleisch im Trockenfutter, das passt nicht zum Marketing und deshalb rechnet man auf den "Frischfleischgehalt" um.

Fructo-Oligosaccaride

Sind unverdauliche Mehrfachzucker aus verschiedenen Fruktosemolekülen und dienen im Futter als Präbiotikum. Man findet sie hauptsächlich in Chicoree, Bananen und roter Bete.

FOS

Sind unverdauliche Mehrfachzucker aus verschiedenen Fruktosemolekülen und dienen im Futter als Präbiotikum. Man findet sie hauptsächlich in Chicoree, Bananen und roter Bete.

G

gepresstes Trockenfutter

Dazu werden trockene, pulvrige Zutaten mit hohem Stärkegehalt mitieinander vermengt und unter Druck durch eine mit Wasserdampf erhitze Schnecke mit Form am Ende gepresst, Wenn die Masse die Form verlässt hält sie zusammen. Im Anschluss werden die so entstandenen Würmchen mit einer geschmackvollen Fett- und Vitaminmischung eingesprüht, die manchmal auch eingefärbt ist. Ein gepresstes Futter zerfällt unter Zugabe von Flüssigkeit zu Brei, während ein extrudiertes Futter aufquillt. Die Verdauung von gepresstem Futter benötigt nicht viel Magensäure, da es nicht zersetzt werden muss.

getrocknetes Fleisch

Defakto das gleiche wie Fleischmehl, klingt nur schöner. Zählt zu den tierischen Nebenerzeugnissen.

 

H

 

I

Inulin

Kommt in bestimmten Pflanzen (z.B. Topinambur, Artischoken oder Löwenzahnwurzel) vor und dient im Darm als Präbiotikum

 

J

 

K

K3 - Material

Zu K3 Material gehören alle Materialen tierischen Ursprungs, die von der Verwendung als Lebensmittel ausgeschlossen sind. Dazu zählen tierische Nebenerzeugnisse wie Hufe, Hörner und Fell oder Tiermehle. Aber auch Fleisch oder Innereien welche aus wirtschaftlichen Gründen als Lebensmittel uninteressant ist, wie z.B. Milz. Bezeichnend für K3 Material ist, dass es nicht mehr als Lebensmittel verwendet werden darf, auch wenn es qualitativ hochwertig ist. So wird jedes Fleisch welches als Futterrohstoff über unsere Schwelle kommt automatisch K3 Material. Es darf danach nicht mehr in einen Lebensmittelbetrieb gelangen.

L

 

M

Mannan-Oligosaccharide

Sind unverdauliche Kohlehydrate aus der Zellwand von Hefen und dienen im Futter als Präbiotikum.

Meeresalgen

Darunter fallen alle Algen aus dem Meer. Am gängigsten ist Ascophyllum nodosum, oder auch Seealgenmehl. Man nutzt es als natürliche Iodquelle. Aber auch Tang oder Norialgen können unter den Sammelbegriff fallen, diese enthalten nicht so viel oder kein Iod, dafür andere Vitamine und Mineralien.

Mikrobiom

Die Gesamtheit der Lebewesen im Darm, dazu zählen verschiedene Stämme von Bakterien aber auch unterschiedliche Pilzarten. Etwa 95% des Darmmikrobioms leben anaerob, sterben also an der Luft sofort. 5% vertragen Sauerstoff und können so durch ein Probiotikum zugeführt werden. Das Darmmikrobiom übernimmt wichtige Aufgaben in der Verdauung, im Immunsystem und in der psychischen Gesundheit. Die Forschung steht hier noch ganz am Anfang.

Neben dem Darmmikrobiom gibt es auch noch andere Lebensgemeinschaften auf unseren oder den Körpern unserer Tiere wie das Hautmikrobiom oder das Scheidenmikrobiom.

Mineralstoffe

Dahinter verbergen sind Zusatzstoffe, die der Vitamin- und Mineralstoffversorgung dienen. Diese können natürlichen Ursprungs sein, so wie im obigen Beispiel. In der Regel stecken dahinter aber künstliche Vitamine und Mineralien, die nochmal extra als "Zusatzstoffe je kg" gekennzeichnet werden müssen.

MOS

Sind unverdauliche Kohlehydrate aus der Zellwand von Hefen und dienen im Futter als Präbiotikum.

 

N

 

O

Oligofructose

Sind unverdauliche Mehrfachzucker aus verschiedenen Fruktosemolekülen und dienen im Futter als Präbiotikum. Man findet sie hauptsächlich in Chicoree, Bananen und roter Bete. Auch FOS oder Fructo-Oligosaccharide genannt.

 

P

pflanzliche Eiweißextrakte

Darunter fallen alle aus Pflanzen hergestellte Produkte, die einen Eiweißgehalt von mindestens 50% haben. Das sind z.B. Weizenproten, Erbsenprotein oder Kartoffeleiweiß. Im Tierfutter nutzt man sie gerne als kostengüstigere Proteinquelle. Die Bioverfügbarkeit ist aufgrund der Aminosäurezusammensetzung gegenüber tierischen Proteinen für einen Fleischfresser nicht so gut.

pflanzliche Nebenerzeugnisse

Darunter fallen alle pflanzlichen Nebenprodukte. Das können hochwertige Dinge wie Kleie und Flohsamenschalen sein, welche die Darmtätigkeit anregen und daher gerne in Futtermitteln eingesetzt werden. Es können aber auch Abfallstoffe der Industrie wie Mehle, Ernussschalen, Rübenschnitzel und Co sein.

Präbiotikum

Futter für die Darmbakterien, besonders bekannt sind hier Inulin oder Flohsamenschalen, aber auch resistente Stärke oder sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse wirken präbiotisch und fördern die gesunde Darmflora.

Probiotikum

Darmbakterien. Zugelassen als Tierarzneimittel ist nur ein Stamm (E. coli), sinnvoller ist aber eine Mischung aus unterschiedlichen Stämmen zu füttern. Meist wird dem Probiotikum ein Präbiotikum wie Inulin oder Reisstärke zugesetzt.

Q

 

R

Reinfleischdose

Ein Futter welches nur aus Fleisch einer einigen Tierart besteht. Als Deklaration sind hier 100% Rind nicht aussreichend. Es sollte die Verteilung von Muskelfleisch zu Innereien und welche Innereien genau enthalten sind angegeben sein. Wird auch Single Protein genannt und gerne in Ausschlussdiäten zur Allergiediagnostik eingesetzt. Bei uns nennen sich die Sorten "natürlich pur" und sind, wenn möglich, in Barfaufteilung gekocht.

resistente Stärke

Entsteht wenn gekochte, stärkehaltige Produkte wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln wieder abkühlen. Die Struktur der Stärke verändert sich, sodass sie vom Körper nicht mehr so schnell aufgeschlüsselt werden kann. Dadurch bleibt sie länger im Darm zurück und ernährt dort die Darmflora, das Mikrobiom.

Rohasche

Labortechnisch ermittelter Wert der Weender-Analyse, der den gesamten Mineralstoffgehalt im Futter angeben soll. Ermittelt wird er durch verbrennen des Futters bei 600°C, die Asche, die übrig bleibt wird gewogen und spiegelt alle nicht brennbaren Stoffe wieder wozu die Mineralien gehören.

Rohfaser

Labortechnisch ermittelter Wert der Weender-Analyse. Durch das Auswaschens des Futters mit Schwefelsäure und Natronlauge wird der organische Anteil einer pflanzlichen Substanz bestimmt. Der Wert soll den Wert des Futters für die Darmbewegungen anzeigen. Ein Rohfasergehalt in der Ernährung fördert die Weiterbewegung des Futterbreis durch die Darmperistaltik und dient dem Darmmibrobiom als Futterquelle. Ein zu hoher Rohfasergehalt kann für einen Fleischfresser aber auch zu Verstopfung oder einer zu geringen Verdaulichkeit des Futters führen. Unter Rohfasern fallen hauptsächlich Zellulose, Lignin und Pentosane.

Rohfett

Labortechnisch ermittelter Wert der Weender-Analyse. Je nach Fettgehalt wird die Probe erst mit Salzsäure und heißem Wasser ausgewaschen und dann in der Soxhlet-Apparatur extrahiert. Das Extraktionsprodukt wird getrocknet und gewogen. Der Rohfettgehalt gibt den Gesamtgehalt an Fett im Futter an. Nähere Infos dazu findest Du unter dem Punkt Fett.

Rohprotein

Labortechnisch ermittelter Wert der Weender-Analyse. Das Rohprotein wird mit konzentrierter Schwefelsäure und Zusatz von einem Katalysator aufgeschlossen. Bei dieser chemischen Reaktion entsteht Ammoniumsulfat. Dem setzt man Alkali zu und fängt das dadurch freiwerdene Ammoniak in einer Säure auf. Den Gehalt kann man dann durch Titration bestimmen und so auf den Rohproteingehalt zurückrechnen. Er gibt die Gesamtheit aller Proteine im Futter an, entscheidet dabei aber nicht in der Quelle, Qualität oder Aminosäurezusammensetzung, bzw. Bioverfügbarkeit.

Rübentrockenschnitzel

Sie werden im Futter als Rohfaserquelle zur Darmregulierung eingesetzt und gelten dabei als eher günstiger Rohstoff, da es sich um ein Abfallprodukt aus der Zuckerproduktion handelt. Andere Rohstoffe wie Gemüse erfüllen den gleichen Zweck und liefern dabei noch wertvolle Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, haben aber einen höheren Rohstoffpreis.

S

Süßkartoffeln

Dienen in einem Nassfutter oder einem Barfmix als vegetarischer Bestandteil um den Rohfasergehalt und damit die Verdaulichkeit zu steigern. Im Trockenfutter dienen sie als Kohlehydratquelle, die man als Kleber oder zum extrudieren benötigt.

Single Protein

Ein Futter welches nur aus Fleisch einer einigen Tierart besteht. Als Deklaration sind hier 100% Rind nicht aussreichend. Es sollte die Verteilung von Muskelfleisch zu Innereien und welche Innereien genau enthalten sind angegeben sein. Wird auch Reinfleischdose genannt und gerne in Ausschlussdiäten zur Allergiediagnostik eingesetzt. Bei uns nennen sich die Sorten "natürlich pur" und sind, wenn möglich, in Barfaufteilung gekocht.

T

Tomatenmark

Dient im Trockenfutter als Farbgeber und natürlichem Geschmacksverstärker. Es enthält natürliches Glutamin, welches den Geschmack Umami erzeugt. Deshalb wird es auch in der menschlichen Küche so gerne in Soßenansätzen und Co verwendet.

U

 

V

 

W

Weender-Analyse

Standardverfahren in der Futtermittelanalyse. Sie wurde im vorletten Jahrhundert in der Versuchsstation Göttingen Weende entwickelt, daher der Name. Die Inhaltsstoffe eines Futters werden in Nährstoffgruppen aufgeteilt und zusammengefasst und durch unterschiedliche chemische Untersuchungen im Gehalt bestimmt. Die Weender-Analyse muss als analytische Bestandteile auf einem Tierfutter angegeben werden, sie soll als Vergleichsreferenz unter den Futtern dienen. Mit ihrer Hilfe lässt sich auch der Kaloriengehalt eines Futters berechnen um so zumindest einen groben Anhaltspunkt dafür zu gewinnen, wieviel von dem Futter energetisch bedarfsdeckend für das jeweilige Tier ist. 

X

 

Y

Yucca Schidigera Extrakt

Extrakt der Palmlilie, sie wird als Heilpflanze eingesetzt. Traditionelles Anwendungsgebiet der Yucca sind Durchfallerkrankungen und Gelenksentzündungen. Außerdem enthält sie sekundäre Pflanzenstoffe, die Verdauungsfördernd wirken. Dennoch sollte man abwägen, ob man dauerhaft ein Heilmittel füttern will.

Z

Zusatzstoffe (ernährungsphysiologische)

Dahinter verbirgt sich nichts anderes als künstliche Vitamine und Mineralien, die dem Futter zugesetzt werden, damit es an unter Laborbedingungen entwickelten Bedarfswerten herankommt und das Futter sich dann Alleinfuttermittel nennen darf. Mit natürlichen Quellen kann man diese Werte in der Regel nicht erreichen. "ernährungsphysiologisch" wird oft ergänzt um den Eindruck zu erwecken, dass es diese Werte braucht, damit eine Ernährung körperlich sinnvoll ist, der Bedarf also erfüllt wird. Außer Acht gelassen wird dabei die Bioverfügbarkeit der genutzten Stoffe.

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