5 Fehler bei der Mauke-Behandlung — und wie es besser geht

Von Katrin Scholz, Tierheilpraktikerin · Tierheilpraxis Balance Cure

Pferd auf matschiger Weide – die häufigsten Fehler bei der Mauke-Behandlung

In der Praxis sehe ich Mauke fast täglich – und fast genauso oft die gleiche Enttäuschung: „Wir cremen und waschen seit Wochen, und es wird einfach nicht besser." Meistens liegt es dann nicht am fehlenden Einsatz, sondern an ein paar Kleinigkeiten, die die Mauke immer wieder aufs Neue anfachen. Hier sind die fünf Fehler, die mir am häufigsten begegnen – und was stattdessen hilft. Kein erhobener Zeigefinger, ich hab die meisten davon selbst schon gemacht.

Aus der Tierheilpraxis Balance Cure – seit 2014 im laufenden Praxisbetrieb.
1

Zu fest schrubben

Der verständlichste Fehler: Die Krusten sollen weg, also wird geschrubbt, gerubbelt, gekratzt. Das Problem ist, dass die Haut unter der Kruste ohnehin schon entzündet und dünn ist. Jedes kräftige Schrubben reißt sie weiter auf und schafft neue Eintrittsstellen für Keime – die Mauke wird durch die Behandlung schlimmer statt besser.

Besser: Krusten nicht abtragen, sondern aufweichen. Eine warme Seifenlauge einwirken lassen, bis sich die Krusten von selbst sanft mit den Fingerspitzen lösen. Was sich nicht lösen will, bleibt noch einen Tag dran. Geduld schlägt Kraft.
2

Zu scharfe Reinigungsmittel

„Was desinfiziert, hilft" – nach diesem Gedanken landen oft Jod, hochprozentiger Alkohol oder scharfe Kernseife auf der Fessel. Sie töten zwar Keime ab, greifen aber auch die gesunde Haut an und trocknen sie aus. Die Folge: Die Haut wird noch rissiger und empfindlicher, und der Teufelskreis dreht sich weiter.

Besser: Eine milde, rückfettende Reinigung, die sauber macht, ohne die Hautbarriere zu zerstören. Desinfizieren ist bei offenen Stellen sinnvoll – aber gezielt und schonend, nicht mit der Brechstange.
3

Nur die Symptome cremen, nicht die Routine ändern

Pferdebeine im Schlamm – Dauernässe als Ursache, die Creme allein nicht löst

Creme drauf, fertig – und am nächsten Tag steht das Pferd wieder acht Stunden im nassen, matschigen Auslauf. So kann keine Salbe der Welt gewinnen. Wenn die Ursache (Dauernässe, aufgeweichte Haut) bleibt, behandelst du nur das Symptom und wunderst dich, dass es nicht endet.

Besser: Die Umstände mitbehandeln. Beine nach Matschkontakt abtrocknen, nasse Ausläufe meiden oder wechseln, für Bewegung sorgen. Die Creme unterstützt – aber sie ersetzt nicht das Trockenlegen.
4

Zu kurz dabei bleiben

Das ist der stille Klassiker. Nach einer Woche sieht die Fessel besser aus, die Krusten sind weg – also wird die Pflege eingestellt. Zwei Wochen später ist die Mauke zurück. Was fehlt, ist die Aufbau-Phase: Die Haut sieht oberflächlich heil aus, ist darunter aber noch längst nicht stabil.

Besser: Auch nach dem sichtbaren Abheilen dranbleiben und die Haut weiter pflegen, bis sie wirklich widerstandsfähig ist. Lieber ein paar Tage zu lange als einen zu früh aufgehört.
5

Im akuten Schub nicht eskalieren

Naturpflege ist stark – aber sie hat Grenzen, und die zu kennen gehört dazu. Wenn die Fessel dick anschwillt, das Pferd lahmt, die Stelle stark nässt oder sich rasend schnell ausbreitet, ist das kein Fall mehr für „wir probieren weiter". Wer dann zu lange auf eigene Faust behandelt, verliert wertvolle Zeit.

Besser: Bei starker Schwellung, Lahmheit oder rascher Ausbreitung den Tierarzt hinzuziehen. Gute Pflege und tierärztliche Behandlung sind kein Widerspruch – sie ergänzen sich. Im Zweifel lieber einmal zu früh anrufen.

Die saubere Routine in 3 Schritten

Wenn du die fünf Fehler vermeidest, läuft es fast von allein auf dieselbe einfache Routine hinaus, die wir auch in der Praxis empfehlen:

1

Reinigen

Warme Seifenlauge, Krusten sanft aufweichen, gut abtrocknen.

2

Desinfizieren

Offene, nässende Stellen schonend keimfrei halten.

3

Pflegen

Eine einziehende Creme, die die Haut atmen lässt statt sie zu verkleben.

Wie diese drei Schritte im Detail aussehen – von der richtigen Waschtechnik bis zur Aufbau-Phase – liest du ausführlich in unserem großen Mauke-Ratgeber: erkennen, behandeln und dauerhaft loswerden.

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Katrin und Christina von Yuki cares auf einem Feldweg

Wir sind Katrin & Christina

Maukeseife und Maukecreme sind in meiner Tierheilpraxis Balance Cure entstanden – aus echten Patientenfällen, bei denen Standard-Mittel nicht mehr weiterhalfen. Wenn du bei deinem Pferd unsicher bist, welcher der fünf Fehler bei euch gerade greift, schau ich als Tierheilpraktikerin gern mit dir drauf.

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Katrin Scholz, Tierheilpraktikerin · Tierheilpraxis Balance Cure · seit 2014

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