Kräuter-Lexikon

Kräuter - die Allheilmittel?

Viele Futterergänzungsmittel und auch viele Futter enthalten die unterschiedlichsten Kräuter. Du willst wissen, ob und wie sinnvoll das ist? Dann check die Einzelbestandteile in unserem Kräuterlexikon!

Du suchst nach einem Produkt mit einem bestimmten Inhaltsstoff? Dann gib in die Suche die Zutat, z.B. Kamille, ein und dir werden alle unsere Produkte, die in irgendeiner Form Kamille enthalten angezeigt.

 

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A

Aroniabeeren

Aronia ist bekannt als Superfood und wird häufig wegen seines hohen Gehaltes an Vitaminen und Flavonoiden geschätzt. Sie wirkt als Antioxidans. Aroniabeeren werden auch in Deutschland, vor allem im Osten, z.B. in Dresden angebaut.

B

Bärlauch

Er gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist ein in Europa heimisches Wildgemüse. Aufgrund des charakteristischen Geruchs nach Knoblauch oder Schwefel wird es auch Wald-Knoblauch genannt. Schon die Kelten, Germanen und Römer kannten Bärlauch und verzehrten es als Gesundheitskraut. Auch heute wird Bärlauch gerne in der Küche verwendet, er ist aromatischer und ein wenig schärfer als Knoblauch, zudem verursacht er keine so starke „Knoblauchfahne“. Bärlauch enthält Allicin, eine organische Schwefelverbindung, die den typischen Geruch verursacht und als äußerst gesund gilt. Insgesamt wirkt sich Bärlauch positiv auf den Cholesterinspiegel aus und Schlaganfällen, Herzinfarkten und Bluthochdruck vorbeugen. Zudem wirkt es entgiftend, appetitanregend, entgiftend und verdauungsfördernd. Im Gegenteil dazu steht die Wirkung des Krautes als Futterbestandteil auf die Vierbeiner: für diese ist Bärlauch giftig. Das enthaltene Methylcystein-Sulfoxid zerstört die roten Blutkörperchen und führt in der Folge zu Blutarmut. Beim Spaziergang sollte man darauf achten, dass die Tiere kein Bärlauch fressen und auf Koppeln sollte man Bärlauch samt Knolle entfernen. Therapeutisch kann Bärlauch aber zur Schwermetallentgiftung eingesetzt werden, hier kommt es auf die Dosis an.

Basilikum

Er kommt ursprünglich aus den Tropen Asiens und Afrikas, heutzutage wird sie in fast allen Teilen der Welt als Gewürz- und Heilkraut genutzt. In Deutschland ist der Strauchbasilikum neben dem Pfeffer das meistgenutzte Küchengewürz. Der Name Basilikum stammt von dem griechischen Wort ‚basileus‘, was übersetzt ‚König‘ bedeutet. Insgesamt gibt es wohl um die 65 Arten der Gattung Basilikum, mindestens 7 werden als Heil- und Küchenkräuter kultiviert. Auch für die Vierbeiner ist Basilikum gut geeignet, da es reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist und zusätzlich anti-mikrobiell wirkt. So kann es beispielsweise bei der Behandlung von bakteriellen und viralen Infekten unterstützen. Das Kraut kann sowohl frisch, als auch getrocknet unter das Futter gegeben werden. Vorsicht ist jedoch bei trächtigen Hündinnen geboten: dort sollte es nicht im Napf landen.

Brennnessel

Die Große Brennnessel, die in ganz Europa und Asien verbreitet ist, ist die Heilpflanze des Jahres 2022. Ihre Ansprüche an einen Standort sind sehr gering, sodass sie quasi überall wächst - was dazu beiträgt, dass sie vielerorts als Unkraut verschrien ist. Zudem ist sie dafür bekannt schmerzhafte Quaddeln auf der Haut hervorzurufen, sobald man sie berührt. Diese Reaktion gilt eigentlich Fressfeinden und entsteht durch das Abbrechen der mit Kieselsäure angereicherten Brennhaare, die dann in die Haut eindringen. Abgesehen von der unangenehmen Abwehrreaktion weist die Brennnessel jedoch sehr viele positive Eigenschaften auf. So wurde sie bereits von Paracelsus vor über 500 Jahren als Heilkraut gegen Gelenkschmerzen genutzt und ist seit Jahrtausenden als Heil- und Kulturpflanze bekannt. Im Unterschied zu anderen Pflanzen wird die Brennnessel als gesamtes Kraut, einschließlich der Wurzel, therapeutisch genutzt, da alle Bestandteile reichlich Vitamine, Gerbstoffe, Mineralien und vieles mehr enthalten. Vor allem bei Beschwerden rund um die Menstruation, Hautkrankheiten, Harnwegsinfekten, Leberbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen hat sie eine sehr gute, wissenschaftlich belegte, Wirksamkeit aufzuweisen. Auch die Vierbeiner profitieren von dem „Unkraut“ und können es sowohl als Tee, als auch getrocknet unter das Futter gemischt werden.

 

C

 

D


E


F

Fingerhut

Der Fingerhut gehört zur Familie der Wegerichgewächse und ist in Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet. Von den rund 25 Arten ist hierzulande der Rote Fingerhut am weitesten verbreitet. Die gesamte Pflanze ist hochgradig giftig, schon kleinste Mengen können selbst für einen Erwachsenen tödlich sein, sodass der Fingerhut nicht in Gärten gepflanzt werden sollte, in dem sich Kinder oder Haustiere aufhalten. Zudem sollten im Umgang mit dem Fingerhut stets Handschuhe getragen werden. Gleichzeitig wird der Fingerhut jedoch auch als Heilpflanze genutzt. Seine Inhaltsstoffe werden in geringer (homöopathischer) Dosis zur Therapie von Herzerkrankungen eingesetzt, da die Digitalis-Glykoside zu den besten herzstärkenden Mitteln zählen.


G

Gänseblümchen

Sie sind Zeigerpflanzen und weisen auf nährstoffarmen und sauren Boden hin. Eine Ursache für zu sauren Boden kann übrigens sein, dass Du zu viel gedüngt hast, weil du eigentlich das Gras stärken wolltest oder du hast viele Nadelbäume in der Nähe stehen, so wie es bei uns der Fall ist. Heidelbeeren und Preiselbeeren mögen sauren Boden sehr gerne, die kannst Du hier gut pflanzen, aber auch Kartoffel und Tomaten kommen damit gut zurecht. Und wenn Du es lieber blühend magst: Rhododendron und Magnolien mögen es auch sauer.

Das Gänseblümchen kann aber noch viel mehr:
Es wirkt blutstillend und krampflösend, außerdem schmerzstillend und kann den Stoffwechsel und die Ausscheidung über Niere und Blase anregen. Dadurch ist es sehr breit einsetzbar: Hautkrankheiten, Ödeme, rheumatische Entzündungen, Blasensteine.

Geranie

Die Pelargonie stammt ursprünglich aus Südafrika. Bei den ersten Importen wurde die Pflanze fälschlicherweise als Geranium bezeichnet und erst fast 100 Jahre später der richtigen Pflanzengattung Pelargonium zugeordnet. Die Geranie ist heutzutage weit verbreitet und hat unzählige Sorten. Vor allem als Balkon- und Gartenpflanze sehr beliebt, da sie sowohl pflegeleicht als auch hitzeresistent ist. In Deutschland wird zwischen drei Formen unterschieden: Hänge-Geranien, aufrecht stehende Geranien und Duft-Geranien, welche zur Herstellung von Duftölen verwendet werden. Die größte Bevölkerungsgruppe an der Ostküste Südafrikas, die Zulus, nutzen den Sud aus den Wurzeln der dort heimischen Arten Pelargonium reniforme und Pelargonium sidoides als wirksames Mittel gegen Erkrankungen der Atemwege. Auch hierzulande werden Atemwegsinfekte damit heute behandelt, das bekannte Mittel „Umkaloabo“ (übersetzt aus der Sprache der Zulu: schwerer Husten) ist ein Alkoholauszug aus den Wurzeln der Geranie. Des weiteren wird das ätherische Geranienöl (nicht mit Geraniol zu verwechseln!) in der Aromatherapie eingesetzt. Für Hunde und Katzen ist die Geranie weitestgehend ungefährlich, für Kleintiere wie Hamster oder Meerschweinchen können die enthaltenen Giftstoffe jedoch bereits folgenschwere Nebenwirkungen haben. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass auch Hunde und Katzen keine Pflanzenteile der Geranie fressen, da dies u. A. zu schwerem Erbrechen führen kann.

Gewürznelke

Die Gewürznelke gehört zu den Myrtengewächsen und ist in Indonesien beheimatet. Mittlerweile ist sie jedoch auch in der hiesigen Küche bekannt und kommt vor allem in den Wintermonaten in Glühwein und Lebkuchen, aber auch in Wildgerichten zum Einsatz. Als Heilpflanze wird die Gewürznelke aufgrund des enthaltenen Eugenol eingesetzt, welches das Wachstum von Viren, Pilzen und Bakterien hemmt und zudem schmerzstillend wird. Für die Vierbeiner ist sie jedoch nichts, da die enthaltene Oleanolsäure Durchfall und Übelkeit verursachen kann.

Ginseng

Ginseng ist eine Heilpflanze die vor allem gerne bei älteren Tieren eingesetzt wird. Sie wirkt tonisierend auf das Herz und hat eine positive Wirkung auf Demenz und ein schwaches Immunsystem. Auch bei ängstlichen oder gestressten Tieren kann Ginseng grundsätzlich stärkend wirken.

Goldregen

Er war die Giftpflanze des Jahres 2012, ist in Mittel- und Osteuropa heimisch. Hierzulande ist er eine beliebte Zierpflanze, da er keine besonderen Ansprüche an Boden, Standort und Pflege hat und wird ebenso in Naturgärten eingesetzt, da der Blütenbaum bei Hummeln sehr beliebt ist. In Gärten, in denen sich Kinder oder Haustiere aufhalten, ist jedoch Vorsicht geboten, da in allen Teilen der Giftstoff Cytisin enthalten ist. Eine besonders hohe Konzentration des Alkaloids befindet sich in den reifen Samen. Cytisin wirkt zunächst anregend und im Verlauf der Vergiftung dann lähmend auf das zentrale Nervensystem, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Beim Verdacht einer Aufnahme von Goldregen sollte umgehend ein (Tier-)Arzt aufgesucht werden. Abgesehen von der hohen Giftigkeit der Pflanze, bringt diese jedoch auch noch positive Aspekte mit: das harte Holz des Goldregens ist beim Bau von Musikinstrumenten oder Möbelrestaurierungen sehr beliebt. Darüber hinaus wird Cytisin in der Nikotinentwöhnung sehr erfolgreich eingesetzt. Es wirkt als partieller Agonist eines Rezeptorsubtyps, welcher für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Nikotinabhängigkeit verantwortlich ist.


H

Hopfen

Du kennst ihn nur vom Bier? Na, dann hast Du bisher einiges verpasst, denn Hopfen kann noch viel mehr als hopfig schmecken. Und das wussten auch schon die Mönche, deshalb haben sie ihn als Zutat für ihr Bier gewählt.
Der Hopfen ist eine Schlingpflanze und kann gut als Kletterpflanze an Mauern oder einer Pergola angepflanzt werden. Der echte Hopfen, der zum Bierbrauen verwendet wird, blüht mehrmals und kann bis zu 50 Jahre alt werden. Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen und enthält, wie andere Gewächse dieser Art ebenfalls, pharmakologisch genutzte Wirkstoffe. So wirkt Hopfen vor allem sedierend. Außerdem hilft er durch die beruhigenden und melatoninähnlichen Eigenschaften beim Einschlafen. Für diese Wirkung muss Hopfen eingenommen werden, aromatherapeutisch kannst Du aber z.B. einen Kissenbezug mit Deiner getrockneten Hopfenernte füllen und abends frisch durchkneten und Dich damit einkuscheln. Das hilft beim entspannen und schnellen Einschlafen trotz Kopfkaroussel. Deshalb ist er wichtiger Bestandteil von unserer Cool down Kräutermischung.

I

 

J

 

K

Kamille

Die Echte Kamille ist eines unserer bekanntesten Wildkräuter. Ursprünglich stammt sie aus Süd- und Osteuropa, kommt aber mittlerweile in den meisten Ländern der Welt vor. Da sie verhältnismäßig anspruchslos ist, findet man sie sowohl auf Wildwiesen, als auch Brachflächen. Während die Echte Kamille in Form von Tee allgegenwärtig ist, wird sie als Gewürzkraut so gut wie nicht genutzt, dabei sind sowohl die Blütenknospen, als auch die Blätter essbar und können beispielsweise in Salaten oder Suppen. Kamille ist eines der am Meisten genutzten Hausmittel und wird vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden und der Behandlung von kleineren Wunden eingesetzt. Sie wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Auch unseren Vierbeinern hilft Kamille bei Blähungen, Durchfall oder anderen Magen-Darm-Problemen. Bei Bedarf kann man einfach Kamillentee aufkochen und beispielsweise dem Futter beimengen. Wegen ihrer tollen Wirkung auf den Magen setzen wir Sie sowohl im Magenschirm als auch in der Magenruhe Kräutermischung ein.

Kardamom

Stammt ursprünglich aus Indien und zählt zu den Ingwergewächsen. Zusammen mit Safran und Vanille gehört Kardamom zu den teuersten Gewürzen der Welt, da die Fruchtkapseln per Hand gepflückt werden müssen und das Zeitfenster dafür sehr klein ist. Hierzulande wird Kardamom hauptsächlich in der Weihnachtsbäckerei verwendet, in seiner Heimat ist er fester Bestandteil von vielen Gerichten, wie Chutneys oder Currys. Als Heilpflanze wird ihm vor allem eine positive Wirkung auf die Verdauung und die Atemwege zugeschrieben. Für die Vierbeiner kann Kardamom beispielsweise in selbstgemachten Hundekeksen genutzt werden. Vorsicht ist jedoch bei trächtigen Hündinnen geboten: Ingwergewächse können Wehen auslösen.

Katzenminze

Die Echte Katzenminze gehört zur Familie der Lippenblütler und ist in Europa, Nordafrika und Asien heimisch. Zu der Gattung gehören ca. 200 Arten, von denen jedoch nur wenige hierzulande als Zierpflanze genutzt werden. Beliebt ist die Katzenminze vor allem, weil sie sehr pflegeleicht ist, lange blüht und sehr schöne Blüten hervorbringt. Diese Vorzüge brachten ihr 2010 den Titel der „Staude des Jahres“ ein. Wie der Name bereits sagt, haben einige Katzen eine Vorliebe für diese Staude. Zunächst beschnuppern sie diese, dann wird sich in den Blüten gerollt und gerieben, was für einige Minuten einen Rauschzustand bei den Haustieren herbeiführen kann. Die genauen Ursachen hierfür sind wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Auf Hunde hat die Pflanze keine besondere Wirkung, ist jedoch auch für sie vollkommen ungefährlich. Des Weiteren eignet sich Katzenminze hervorragend als Bienen- und Insektenweide und wird auch gerne als Heilpflanze bei Entzündungen, Verdauungsproblemen und Atemwegsbeschwerden eingesetzt.

Kirschlorbeer

Wusstest Du, dass der Kirschlorbeer zu den Rosengewächsen zählt? Wenn Du ihn im Garten hast, solltest Du darauf achten ihn in Form und klein zu halten, denn er verwildert sehr leicht und stört dann unser ökologisches Gleichgewicht hier. Da der Kirschlorbeer giftig ist, solltest Du beim Schneiden immer Handschuhe tragen und weder Hund noch Katze sollten in den Schnittresten spielen, gleiches gilt natürlich auch für Kinder. Da die Kirschen des Kirschlorbeer süß schmecken solltest Du in der Reifezeit besonders darauf achten, dass sie nicht gefressen oder gegessen werden, denn die Samen enthalten Blausäure, die die Sauerstoffbindung im Blut behindert. Gekocht geht die Blausäure übrigens kaputt, deshalb macht man aus dem Fruchtfleisch in der Türkei beispielsweise Marmelade. Wenn Du Deinen Kirschlorbeer los werden willst, werfe ihn bitte nicht achtlos in die Natur. Die Pflanze kommt super mit Mangelstandorten und Frost klar und verdrängt so unsere einheimische Fauna in Nullkommanix. Entsorge ihn bitte ganz normal über die Grünabfall oder verbrenne ihn, wenn das erlaubt ist.


L

Lavendel

Echter Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. Schon im 11. Jahrhundert kam er durch die Benediktinermönche in die nordeuropäischen Klostergärten. Hierzulande ist er eine beliebte Gartenpflanze, da sie einfach im Handling und in Ländern mit Weinanbauklima winterhart ist. Vor allem der Süden Frankreichs ist bekannt für seine üppigen Lavendelfelder. Schon die Römer nutzten die Pflanze, um daraus duftende Badezusätze zu gewinnen. Der Name Lavendel leitet sich vom lateinischen Wort lavare = waschen ab. Die ätherischen Öle des Lavendels wirken harmonisierend und beruhigend. Als Tee zubereitet wirkt Lavendel außerdem entzündungshemmend und antibakteriell und wird daher gerne bei Hals- und Rachenentzündungen angewendet. Ebenso lindert der Tee u. A. Bauchkrämpfe und wird deswegen bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Für die meisten Tiere, abgesehen von Nagetieren, ist Lavendel nicht giftig. Auch bei ihnen wird Lavendel zur Beruhigung eingesetzt, beispielsweise in Form von Lavendelkissen. Wegen seiner beuhigenden Wirkung ist Lavendelöl ein fester Bestandteil vieler unserer Pflegeprodukte.

Leinsamen

Leinsamen werden gerne zur Unterstützung der Darmbewegungen eingesetzt. Sie wirken verdauungsfördernd, können aber auch mild abführend wirken. Die Wirkung entsteht dadurch, dass Leinsamen bis auf das Achtfache ihres Volumens aufquellen können und dadurch von innen Druck auf die Darmwand ausüben, was zu einer gesteigerten Peristaltik führt, sie können dadurch bei Verstopfung helfen. Außerdem kann der Leinsamenschleim, der durch binden von Flüssigkeit entsteht einen schützenden Effekt auf die Schleimhaut haben.

Löwenzahn

Gehört zur Familie der Korbblütengewächse und ist in den gemäßigten Zonen der gesamten nördlichen Erdhalbkugel zu finden. Am Liebsten wächst er auf Boden mit einem hohen Nährstoffgehalt, wie stickstoffreichen Wiesen, an Gräben oder Wegrändern. Neben seinem Ruf als „Unkraut“ wird der Löwenzahn vor allem als Heilkraut geschätzt. Durch den hohen Nährstoff- und Vitamingehalt, die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe wirkt er sich positiv auf den gesamten Organismus aus. So wird er sowohl bei Frühjahrsmüdigkeit, als auch bei Problemen mit Leber, Nieren, Darm oder Galle und bei der Senkung des Blutzuckerspiegels eingesetzt. Sehr bekannt ist vor allem der Löwenzahntee, der harntreibend und blutreinigend wirkt. Zusätzlich wirkt der Löwenzahn grundsätzlich stoffwechselanregend und somit auf den gesamten Körper entgiftend. Neben dem Ausscheiden von Giften kann Löwenzahn auch zur Linderung von Hautkrankheiten, wie Akne oder Gicht beitragen. Neben vielen anderen volkstümlichen Namen, wird er auch als „Hundeblume“ bezeichnet. Sowohl die Löwenzahnblätter, als auch die Löwenzahnblüten können von den Vierbeinern problemlos verzehrt und auch gezielt dem Futter (roh, als Tee zubereitet oder auch getrocknet) zugegeben werden. Der im Stängel enthaltene Milchsaft kann jedoch aufgrund der in geringen Mengen vorkommenden Giftstoffe bei übermäßigem Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen, weshalb man auf die Dosis achten sollte. Genau wie beim Menschen wirkt Löwenzahn auch beim Hund entgiftend, entzündungshemmend, präbiotisch und harntreibend. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Löwenzahn ein fester Bestandteil in unserem Gelenkfrieden.

 

M

Margerite

Gehören zur Familie der Korbblütler und sind in Europa heimisch. Zu den Korbblütlern gehören viele Heilpflanzen, wie beispielsweise Ringelblume, Kamille oder die kleine Schwester der Margerite, das Gänseblümchen. Die robusten und pflegeleichten Margeriten sind sowohl in Gärten, als auch auf Weiden und Wiesen, oft in Gesellschaft von Kornblumen, Klee und Mohn zu finden. Neben ihrem schönen Aussehen, welches sie zu einer beliebten Schnittblume macht, ist sie außerdem ein Bienen- und Schmetterlingsmagnet und wird auch als Heilpflanze genutzt. Dabei verwendet man ausschließlich die Blütenköpfe und gießt diese vorwiegend als Tee auf. Sie wirkt sowohl krampflösend als auch beruhigend auf die Schleimhäute, wieso sie gerne bei Asthma oder Husten angewandt wird. Auch für unsere kleineren und größeren Haustiere sind Margeriten ungefährlich.

Melisse

zählt zu den ältesten bekannten Heilkräutern und ist auch heute noch in vielen Kräutergärten zu finden. Sie ist auch unter dem Namen Zitronenmelisse bekannt, da sie einen sehr charakteristischen zitronenartigen Geruch hat. Dieser entsteht durch die reinen ätherischen Öle, welche in den Blättern enthalten sind. Melisse gehört zu den Lippenblütlern und stammt ursprünglich aus dem warmen Süden. Neben der Verwendung als Heilpflanze wurde die Melisse vor allem in der Antike auch als Bienenfutter angebaut. Heutzutage wird Melisse vor allem bei der Behandlung von Herpes-simplex-Viren, unreiner Haut, Erkältungskrankheiten und auch bei psychischen Leiden (Schlafstörungen, Nervosität, etc.). Sehr bekannt ist ihr Einsatz auch bei Darmerkrankungen. Dabei wirkt die Melisse beruhigend auf die Darm-Muskulatur und lindert so Völlegefühl und Blähungen. Auch für die Vierbeiner ist Melisse hervorragend geeignet, dabei wird es ebenfalls zur Unterstützung der Nervenfunktion, der Verdauungsfunktion und bei Hautproblemen eingesetzt.

Muskatnuss

Die Muskatnuss ist ein Samen vom Muskatbaum, der ursprünglich aus Indonesien stammt. Sie wird in der hiesigen Küche vor allem in Kartoffengerichten, Saucen und beim Kochen diverser Gemüsesorten eingesetzt. Bei der Verwendung von Muskatnuss ist jedoch Vorsicht geboten: sie enthält Myristicin, was halluzinogen wirkt, zu Vergiftungen und Magenbeschwerden führen kann. Aufgrund dieser toxischen Wirkung wurde es früher als Insektizid gebraucht. Für Hunde ist Muskat giftig und kann schon in geringen Mengen zu schweren neurologischen Reaktionen führen. Die Hülle der Muskatnuss wird übrigens als Macisblüte ebenfalls als Gewürz genutzt.

N

 

O

Oleander

Die Muskatnuss ist ein Samen vom Muskatbaum, der ursprünglich aus Indonesien stammt. Sie wird in der hiesigen Küche vor allem in Kartoffengerichten, Saucen und beim Kochen diverser Gemüsesorten eingesetzt. Bei der Verwendung von Muskatnuss ist jedoch Vorsicht geboten: sie enthält Myristicin, was halluzinogen wirkt, zu Vergiftungen und Magenbeschwerden führen kann. Aufgrund dieser toxischen Wirkung wurde es früher als Insektizid gebraucht. Für Hunde ist Muskat giftig und kann schon in geringen Mengen zu schweren neurologischen Reaktionen führen.

Orchidee

Die Orchidee (Orchidaceae) ist eine weltweit verbreitete und beliebte Pflanze. Es gibt etwa 1000 verschiedene Gattungen, die sich etwa in 15.000 bis 30.000 Arten aufgliedern. Nicht alle Arten sind giftig, spezielle Arten werden sogar teilweise in der Medizin verarbeitet und eingesetzt. Einige Arten wirken jedoch auch toxisch und sind mit Vorsicht zu genießen. Für den Nicht-Botaniker ist es daher schwer zu beurteilen, zu welcher Gattung die eigene Orchidee gehört, daher sollte hier die Sicherheit für den Hund und die Katze Vorrang haben und Orchideen grundsätzlich von den Vierbeinern ferngehalten werden. Bei den giftigen Exemplaren sind entweder Teile der Pflanze oder die ganze Pflanze giftig. Bei einem Verzehr können Vergiftungserscheinungen vorkommen und die Gesundheit des Tieres schädigen.

Oregano

Dost, wilder Majoran oder Du kennst ihn vermutlich eher als Oregano, schmeckt nicht nur gut, er wird auch gerne als Heilpflanze eingesetzt und dabei vor allem für seine antimikrobiellen und antiviralen Eigenschaften geschätzt. Die meisten kennen Oregano vermutlich als Zutat in der Kräuterbuttermilch gegen Giarden. Dazu enthält Oregano auch Bitterstoffe und macht den fettigen Käse auf deiner Pizza so leichter verdaulich.

P

Pfefferminze

gehört zu den bekanntesten Kräutern und wird in vielen Speisen, Getränken und auch Pflegeprodukten gerne genutzt. Ursprünglich stammt sie vermutlich aus Ostasien und ist eine natürliche Kreuzung zwischen der Wasserminze und der Grünen Minze. Neben der geschmacklichen Nutzung der Pfefferminze, beispielsweise in Süßspeisen oder Zahnpasta, genießt sie auch als Heilpflanze ein großes Ansehen. Als Tee angewendet hilft sie vor allem bei Magen-Darmbeschwerden und Erkältungskrankheiten, da die enthaltenen ätherischen Öle beruhigend, antibakteriell und entkrampfend wirken. Bei Tieren wird Pfefferminze vor allem zur Verdauungsförderung eingesetzt. Dabei werden die frischen oder getrockneten Blätter dem Futter hinzugefügt oder die Pfefferminze wird als Tee verabreicht. Wir nutzen sie wegen ihres kühlenden Effekts gerne in unseren Pflegeprodukten.


Q

 

R

Ringelblume

Auch Calendula, ist eine der ältesten und bekanntesten westlichen Heilpflanzen. Die medizinische Verwendung der Ringelblume wird durch die europäische Arzneimittelagentur geregelt, und das obwohl eine medizinische Wirkung anhand von Studien nicht ausreichend belegt werden konnte. Man stuft die Pflanze jedoch auf Grund der langen traditionellen Nutzung als nicht gesundheitsschädlich ein. Schriftlich nachgewiesen ist die Nutzung seit Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert.
Auszüge der Blüten oder die Blüten selbst werden bei Hautenzündungen und zur Wundheilung eingesetzt. Wir setzen Calendula in unseren Skin-Repair-Produkten ein, dafür machen wir selbst einen Ölauszug aus den getrockneten Blüten.

S

Salbei

zählt zu den ältesten bekannten Gewürz- und Heilpflanzen. Ursprünglich war er im Mittelmeerraum beheimatet, bereits in der Antike wurde er jedoch in andere Länder exportiert. Heute wächst er in fast jedem Kräutergarten, übersteht die kalten Winter meist problemlos und ist aus der hiesigen Küche nicht mehr wegzudenken. Als Heilpflanze wird er heute vor allem bei Erkältungserkrankungen, Magenbeschwerden und bei Entzündungen des Mundraumes in Form von Tee genutzt. Desweiteren wirkt er unterstützend bei Juckreiz, Krämpfen, Gliederschmerzen und wird in Kosmetikprodukten eingesetzt. Die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe sind, neben den ätherischen Ölen, für die Heilwirkung zuständig. Für Hunde ist Salbei genauso gut geeignet, wie für den Menschen. Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und kann als Tee verabreicht werden. Desweiteren kann er bei Wurm- oder Parasitenbefall eingesetzt werden. Vorsicht ist jedoch bei trächtigen Hündinnen geboten, dort sollte Salbei nicht zum Einsatz kommen.

Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl wird aus den Samen des Echten Schwarzkümmels gewonnen und ist in Asien beheimatet. Schwarzkümmel wird sowohl im kulinarischen Bereich, als auch im naturheilkundlichen Bereich vielfach eingesetzt. Wir nutzen es in unseren antiparasitären Produkten, wie den Kokossprays oder dem Sommerekzemerspray - Parasiten scheinen den Geruch nicht zu mögen und sich deswegen fern zu halten. Man kann Schwarzkümmelöl aber nicht nur zur äußerlichen Anwendung nutzen, sondern es auch therapeutisch innerlich anwenden - dabei ist jedoch Vorsicht geboten: für eine dauerhafte Anwendung ist es nicht ausgelegt. Bevor Ihr es Euren Vierbeinern verabreicht, sprecht mit dem Therapeuten Eures Vertrauens!


T

Tagetes

Wird auch Studentenblume oder türkische Nelke genannt und wird in Peru als Gewürz mit einem Anis-ähnlichen Aroma eingesetzt. Aus Tagetesblüten wird Lutein gewonnen, eine Aminosäure die für die Augengesundheit essentiell ist.

Thuja

Die Thuja, auch Lebensbaum genannt, findet sich in ganz vielen deutschen Gärten. Die Thuja enthält Thujon, welches hautreizend wirken kann, deshalb solltest Du beim Schneiden Handschuhe tragen. Außerdem solltest Du den Heckenschnitt bitte umsichtig entsorgen. Weidetiere fressen solche Reste gerne und vergiften sich daran. In der Naturheilkunde wird Thuja gegen Warzen eingesetzt. Pflanzenheilkundlich benetzt man die Warze regelmäßig mit einer Thujalösung. Homöopathisch nimmt man Thuja als Dilution oder Globuli ein, wobei Thuja in der Homöopathie als sehr großes Mittel gilt und auf keinen Fall einfach so ohne therapeutische Begleitung angewandt werden darf!

Thymian

Thymian ist ein vielseitig einsetzbares Heil- und Gewürzkraut. Die Meisten werden es vermutlich in ihren Gewürzschubladen oder im heimischen Kräuterbeet stehen haben und regelmäßig beim Kochen oder Backen verwenden. Als Heilkraut wird es vor allem bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt, da es auswurfsfördernd und krampflindernd wirkt. Zudem stärkt er das Immunsystem und wirkt antibiotisch. Grund dafür sind die enthaltenen ätherischen Öle mit einem hohen Thymolgehalt. Während man beim Menschen zu Tees oder Erkältungsbädern mit Thymian greift, bekommen die Vierbeiner einfach das gemahlene Kraut ins Futter gemischt.


U

 

V

Vanille

Gehört zu den Orchideengewächsen und war ursprünglich in Mexiko beheimatet. Sie zählt, neben Kardamom und Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt. Obwohl weltweit über 100 verschiedene Vanille-Sorten existieren, liefern nur 15 Sorten die aromatischen Kapseln. Am verbreitetsten ist die Gewürzvanille, die vor allem in Süßspeisen ihre Verwendung findet. Als Heilpflanze wird die Vanille heute nur noch sehr selten genutzt, obwohl ihre vielen Eigenschaften mittlerweile wissenschaftlich bestätigt wurden. Allerdings wird Vanille als ätherisches Öl gerne zur Stimmungsaufhellung eingesetzt. Vanille kann in der Ernährung der Vierbeiner durchaus eingesetzt werden, man sollte dies jedoch sparsam tun und darauf achten, dass man Echte Vanille nutzt. Vanille-Extrakt und auch die chemisch hergestellten Vanille-Imitate enthalten oft einen hohen Anteil an Alkohol, der für Hunde giftig ist.

W

Walnuss

Walnussblätter können sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet werden.
Äußerlich werden sie zur Behandlung von Hautproblemen eingesetzt, da sie sehr viele Gerbstoffe enthalten. Wer schon mal ein Walnussblatt mit der Hand zerdrückt hat, wird sich über die braune Verfärbung der Hände und den unangenehmen Geruch sicher gefreut haben. Aber genau diese Gerbsäuren sind es, die dafür sorgen, dass sich die Eiweiße an der Hautoberfläche so verändern, dass sie die Haut abdichten. So entsteht ein Schutzfilm, der Krankheitserreger wie Bakterien und Pilze am Eindringen hindert. Zudem wirken sie entzündungshemmend und schmerzstillend. Innerlich werden die Walnussblätter bei Magen-Darm-Problemen oder als natürliche Wurmkur genutzt. Dabei werden sie entweder als Tee zubereitet oder die getrockneten Blätter werden direkt übers Futter gegeben.

Weißdorn

Oder auch Craetaegus genannt wird therapeutisch zur Regulierung und Stärkung der Herztätigkeit eingesetzt. Darüber hinaus kann Weißdorn durch seine adstringierende Wirkung Durchfälle stoppen.


X

 

Y

Yucca Schidigera Extrakt

Extrakt der Palmlilie, sie wird als Heilpflanze eingesetzt. Traditionelles Anwendungsgebiet der Yucca sind Durchfallerkrankungen und Gelenksentzündungen. Außerdem enthält sie sekundäre Pflanzenstoffe, die Verdauungsfördernd wirken. Dennoch sollte man abwägen, ob man dauerhaft ein Heilmittel füttern will.

Z

Zeder

Zedern sind immergrüne Nadelbäume und gehören zur Familie der Kieferngewächse, bilden aber eine eigene Pflanzengattung. Weltweit gibt es nur drei Arten, die heute nur noch kühl-feuchten Höhenlagen verschiedener Gebirge vorkommen. Ursprünglich besiedelten sie einen zusammenhängenden Raum vom westlichen Mittelmeer bis zum Himalaya, wurden jedoch aufgrund der durch den Klimawandel ausgelösten Dürreperioden immer weiter zurückgedrängt. Zedern zeichnen sich durch einen imposanten Kronenwuchs aus und sind deswegen vor allem für Parkanlagen geeignet. Für unsere Vierbeiner ist die Zeder giftig, mit Ausnahme des Zedernholzes. Wir nutzen Zedernöl aromatherapeutisch in den Cool down Produkten, hier ist es in der Dosierung nicht giftig.

Zimt

Hier scheiden sich die Geister – entweder man liebt es oder man hasst es. Einen wirklichen Mittelweg scheint es bei diesem Gewürz nicht zu geben. Wichtig bei Zimt ist die Unterscheidung zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt. Letzterer enthält zumeist einen sehr hohen Anteil an Cumarin, was sowohl bei Mensch als auch bei Tier zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Daher sollte Cassia-Zimt nur in geringen Mengen verzehrt werden. Ceylon-Zimt dagegen enthält nur äußerst geringe Mengen von Cumarin, schmeckt gut und wirkt gesundheitsfördernd. Dafür verantwortlich sind die enthaltenen ätherischen Öle, die sekundären Pflanzenstoffe und die Mineralien, wie Magnesium, Kalzium, Eisen, Mangan und Kalium. Zimt senkt sowohl die Blutzucker-, als auch den Blutfettspiegel und wirkt zudem entzündungshemmend und schmerzsenkend. In der Pflanzenheilkunde wird Zimt vor allem bei Diabetes mellitus Typ 2 gerne therapeutisch eingesetzt. Wie üblich: Die Dosis macht das Gift und so sollte man bei Hunden vorsichtig sein, was die Menge an Ceylon-Zimt angeht. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, dem gesunden Vierbeiner ab und an eine geringe Menge Zimt unter das Futter zu mischen.

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